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Ihr Text |
Viktualia
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# Gesendet: 23 Jan 2006 11:37
Hallo Jan,
ich habe gerade Deine interessanten Texte zum Thema
Weblog gelesen und mir auch gleich einige Weblogs
angesehen. Das klingt ja ziemlich vielversprechend.
Du schreibst:
Darüber hinaus sind Weblogs von ihrer Natur her hoch kommunikativ.
Wie oben erwähnt, verlinken Weblogs gern aufeinander, wenn es
etwas Interessantes zu entdecken gibt. Und praktisch immer gehört
die Möglichkeit des Kommentierens dazu.
Was mir bei den Weblogs fehlte, die ich betrachtet habe,
war die Interaktion: Der Autor schreibt etwas,
es gibt einen oder mehrere Kommentare, aber die laufen
irgendwie ins Leere, es wird nicht darauf eingegangen.
Bietet denn ein Weblog auch eine Möglichkeit zur
Diskussion oder ist das nicht vorgesehen?
Viktualia
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Administrator Admin |
# Gesendet: 23 Jan 2006 20:54
Hallo Viktualia,
wie stark und in welcher Form miteinander diskutiert wird, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Zahl der Leser
- Thema
- Geschick/Absicht des Weblog-Inhabers
- und wohl auch: technische Möglichkeiten
Es gibt Weblogs, in denen viel diskutiert wird. Es ist aber nicht selten so, dass oben der Autor schreibt und unten die Leser einfach der Reihe nach ihren Kommentar hinterlassen und es zu keiner Interaktion kommt. Zum Teil mag das auch damit zusammenhängen, dass die Diskussionsmöglichkeit in Weblogs meist noch linear aufgebaut ist und nicht verschachtelt. So wie hier in diesen Foren auch kann man seine Aussage schon rein technisch nur hinten ranhängen. Man kann beispielsweise nicht auf den einen Kommentator so antworten, dann auf einen anderen etc. In der Weblog-Software Serendipity ist das hingegen gleich von Beginn an so vorgesehen.
Neben diesen technischen Fragen kommt es natürlich darauf an, inwiefern das Thema und seine Darstellung überhaupt zum Diskutieren anregen. So manche Weblogs funktionieren ja eher wie Nachrichtenseiten. Immer dann, wenn eine eigene Meinung eine Rolle spielt, Dinge bewertet und gewichtet werden, sieht das schon anders aus. Und man kann seine Leser ja auch direkt auffordern etwas zu schreiben. Beim Problogger gibt es zu solchen Themen immer mal wieder Anregungen.
Schöne Grüße,
Jan
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Gast
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# Gesendet: 26 Jan 2006 19:26
Hallo Jan,
vielen Dank für die informative Antwort!
Die Diskussionsfreudigkeit läßt sich also teilweise durch
technische Parameter gestalten, die von Software zu
Software variieren.
Eine technische Frage habe ich noch: Gibt es eigentlich
die Möglichkeit, eigene und fremde Beiträge zu editieren,
um z.B. Spam zu löschen oder menschenverachtende
Sprüche (oder eigene Tippfehler).
Ich überlege mir gerade, mir ein Weblog zuzulegen, das
aber möglichst idiotensicher sein soll. Spricht eigentlich
etwas gegen Typepad?
Viktualia
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Administrator Admin |
# Gesendet: 29 Jan 2006 16:21
Hallo,
man kann eigene Beiträge und Kommentare ebenso bearbeiten und löschen wie die von anderen. Es ist auch möglich, dass Kommentare immer erst von Dir freigeschaltet werden müssen, um die volle Kontrolle zu behalten. Einen interessanten Kompromiss bietet Wordpress: Der erste Beitrag eines Nutzers muss freigeschaltet werden, weitere Kommentare desselben Nutzers erscheinen dann automatisch. Das hat sich bei mir bewährt. Erkannt werden die Nutzer dabei an den Daten, die sie bei Name, Mailadresse und Internetseite angeben, sie müssen sich also nicht erst anmelden.
Mit Typepad habe ich leider bislang keine Erfahrungen. Sehr verbreitet ist Wordpress. Ich habe seit kurzem auch Serendpity bei einem Projekt und mir gefällt das recht gut. Ich glaube, dass Serendipity besonders für Einsteiger und Techniklaien geeignet sein könnte, weil man nach der Einrichtung des Weblogs mit der Technik selbst nicht mehr viel zu tun hat. Um solche Begrifflichkeiten wie "Trackback" und "RSS" kommt man allerdings wohl nie herum...
Und nochmal zum ersten Thema: Die technische Seite ist nur ein Punkt. Wenn ein Thema streitbar ist, diskutieren die Leute auch dann darüber, wenn es ihnen durch die Technik erschwert wird. Es kommt aufs Thema an, wie man es umsetzt und welche und wieviele Leser man hat.
Schöne Grüße,
Jan
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